Bundesregierung veröffentlicht Eckpunkte zu Ernährung und Bewegung
abgelegt im Archiv Ernährung am 09.05.07
Falsche Ernährung und mangelnde Bewegung kosten jedes Jahr 70 Milliarden Euro. Der Anteil der übergewichtigen Kinder wie der Erwachsenen in der Bevölkerung steigt kontinuierlich. Steigende Kosten im Gesundheitswesen sind also zu erwarten, wenn diese Entwicklung nicht gestoppt wird.
Die von den Ministern Seehofer und Schmidt heute vorgestellten Eckpunkte bieten da leider wenig an Neuem.
Eine bessere Information der Bevölkerung über gesunde Ernährung und mehr Möglichkeiten zu Sport und Bewegung im Alltag kommen irgendwie bekannt daher.
Mehr als ein Viertel der Bevölkerung nehmen täglich eine Mahlzeit außer Haus zu sich. Hier besteht sicher ein enormes Potential, gesündere Speisen anzubieten.
Nur, solange wie Kindertagesstätten, Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen gezwungen sind, Kosten zu sparen, wird sich an der derzeitigen Situation wenig ändern.
Und gastronomischen Betrieben bleibt gar nichts anderes übrig, als sich an den Wünschen ihrer Kunden zu orientieren.
Spätestens hier beisst sich das Kätzchen dann in den eigenen Schwanz: geringe Nachfrage nach gesunden Alternativen = geringes Angebot = mangelndes
bewusstsein
.
Wo ansetzen?
An fehlenden Informationen liegt es sicher nicht. Die Frage ist eher, was mit all den schönen bunten Broschüren von Krankenkassen, Deutscher Gesellschaft für Ernährung, Kampagne "5 am Tag" usw. wirklich geschieht. Was wird gelesen? Und vor allem: Was wird umgesetzt?
Wenn ich für mich selbst die Notwendigkeit nicht erkenne, mich zu ändern, kann man mich doch mit Broschüren fast totschmeissen. Ich werde mich trotzdemkein bisschen ändern.
Und warum soll ich mich denn auch ändern, wenn die Folgekosten (noch) von der Allgemeinheit getragen werden?
Wenn mir niemand erklärt, welche
Vorteile
es
für mich
hat, mich gesünder zu ernähren und mich von der Couch aufzuraffen, warum sollte ich es dann tun?
Wenn ich mir so manche Minister anschaue, würde ich bei der Bundesregierung gerne mit der Umsetzung der Ernährungsempfehlungen beginnen.
Man predigt doch bestimmt nicht gesunde Ernährung und Bewegung, während man Häppchen verzehrt und sich im Dienstwagen chauffieren lässt. Oder?
Tags: bundesregierung eckpunkte gesunde+ernährung bewegung
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Kommentar von:
herby
(09.05.07 18:06 Uhr)
Kommentar von:
Julia Seeliger
(10.05.07 1:18 Uhr)
Na, und das hier ist jetzt n Magersuchts-Blog oder wie?
Kommentar von:
Klixi
(11.06.07 4:59 Uhr)
Na ich würde die Ausbildung der Kids wohl übernehmen. Bei mir gibt es dann kein Gramm zuviel mehr. Und die Politiker werden dann zum Vorbild erklärt und dürfen als erstes mitmachen.
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